Secure Boot 2026: Wenn Zertifikate ablaufen

Ein Computermonitor zeigt einen blauen Bildschirm mit einem nicht gesperrten Vorhängeschloss-Symbol und der Meldung Secure Boot failed an, was auf Probleme mit Zertifikaten hinweist. Auf dem Holztisch vor dem Bildschirm befinden sich eine Tastatur, eine Maus, eine Pflanze und eine Lampe.

Viele Windows- und Linux-PCs nutzen eine Funktion namens Secure Boot. Sie sorgt dafür, dass beim Start des Computers nur vertrauenswürdige Software geladen wird – eine sinnvolle Schutzmaßnahme gegen bestimmte Schadsoftware.
Damit das funktioniert, vertraut die Firmware des Computers bestimmten digitalen Zertifikaten von Microsoft. Und genau hier liegt das aktuelle Problem: Diese Zertifikate stammen aus dem Jahr 2011 und laufen 2026 ab – das erste bereits am 27. Juni 2026, das nächste im Oktober.
Muss ich jetzt Angst haben, dass mein PC nicht mehr startet?
Nein. Laufende Systeme booten weiter wie bisher. Das eigentliche Problem ist ein anderes: Wer die neuen Zertifikate nicht bekommt, kann ab diesem Zeitpunkt keine Boot-Sicherheitsupdates mehr installieren. Angreifer, die genau diese Lücke ausnutzen, haben dann leichteres Spiel. Außerdem können ältere Linux-Installations-CDs auf neuen Geräten unter Umständen nicht mehr starten.

Was sollte ich tun?

  • Windows-Nutzer: Einfach Windows Update aktiviert lassen – Microsoft verteilt die neuen Zertifikate automatisch. Wer BitLocker nutzt, sollte vorher seinen Wiederherstellungsschlüssel zur Hand haben.
  • Linux-Nutzer: System regelmäßig aktualisieren. Wer eine Neuinstallation plant, sollte ein aktuelles ISO-Image (nach Mai/Juni 2026) verwenden.
  • Admins und Unternehmen: Windows Server und virtuelle Maschinen (VMware, Hyper-V) werden nicht automatisch aktualisiert – hier ist manuelle Arbeit nötig.

Wer regelmäßig Updates einspielt, ist auf der sicheren Seite. Alle anderen sollten das spätestens jetzt nachholen.

 

Bild: KI-generiert