USB-C-Pflicht für Laptops ab April 2026
Was sich ändert und was Sie beachten sollten
Ab dem 28. April 2026 dürfen in der EU keine neuen Laptops mehr verkauft werden, die sich nicht über USB-C laden lassen. Die Regelung ist keine Überraschung – sie war seit Jahren absehbar und viele Hersteller haben ihre Geräte bereits umgestellt. Jetzt wird daraus schlicht Pflicht.
Die Common Charger Directive hat bereits Ende 2024 für Smartphones, Tablets und Co. gegriffen. Laptops hatten eine längere Übergangsfrist, weil die Ladetechnik dort komplexer ist. Diese Frist läuft jetzt ab.
Was konkret neu ist
Jeder neu verkaufte Laptop muss mindestens einen USB-C-Anschluss zum Laden haben. Hersteller müssen auf der Verpackung klar ausweisen, welche Ladeleistung das Gerät benötigt – und ob ein Netzteil überhaupt dabei ist. Letzteres ist wichtig: Neue Geräte können künftig ohne Ladegerät verkauft werden. Wer bereits eines hat, zahlt also nicht mehr automatisch für ein zweites mit.
Die praktischen Vorteile im Alltag
Ein Ladegerät für Laptop, Smartphone und Tablet – das klingt simpel, ist im Büroalltag aber tatsächlich ein Unterschied. Gerade in Unternehmen mit gemischten Geräteflotten reduziert das den Zubehöraufwand spürbar. Weniger unterschiedliche Netzteile auf Lager, weniger Verwechslungen, weniger Beschaffungsaufwand.
Für Sie bedeutet das vor allem: ein gutes USB-C-Netzteil reicht für (fast) alles. Die EU rechnet damit, dass Verbraucher europaweit rund 250 Millionen Euro pro Jahr für überflüssige Adapter sparen. Dazu kommen etwa 11.000 Tonnen Elektroschrott, die durch weniger produzierte und entsorgte Ladegeräte eingespart werden sollen.
Was beim Kauf zu beachten ist
Hier lohnt ein genauerer Blick, denn nicht jedes USB-C-Kabel ist gleich – und das wird künftig wichtiger denn je.
Die Pflicht gilt für Laptops bis 100 Watt Leistungsaufnahme. Wer ein Gerät mit höherem Bedarf betreibt – Gaming-Laptops oder Workstations etwa – braucht Kabel mit der Kennzeichnung EPR (Extended Power Range). Standard-Smartphone-Kabel sind für solche Geräte schlicht ungeeignet und im schlimmsten Fall ein Risiko.
Kurz gesagt: USB-C-Anschluss ist nicht gleich USB-C-Ladegerät ist nicht gleich USB-C-Kabel. Wer das versteht, hat keine Probleme. Wer das ignoriert, wundert sich, warum der Laptop sich nicht lädt oder nur im Schneckentempo.
Und was kommt noch?
2028 soll die nächste Stufe folgen: Dann werden auch externe Netzteile für Router, Monitore und Set-Top-Boxen standardisiert. Parallel arbeitet die EU an einem einheitlichen Standard für kabelloses Laden – damit sich nicht wieder proprietäre Insellösungen durchsetzen, wie wir es jahrelang bei Ladekabeln erlebt haben.
Für die Gerätebeschaffung bedeutet das mittelfristig weniger Aufwand und mehr Übersicht. Wer jetzt Geräteflotten plant oder Notebooks austauscht, sollte die Umstellung direkt mitdenken – und beim Zubehöreinkauf auf die Leistungsklassen achten.
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Bild: KI-generiert

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